Fanfarlos Reservoir wird sicherlich die ein oder andere Hitliste der 2009er Alben beherrschen. Passend dazu rufen sich die adretten Britten mit einem neuen Video, zu dem eher unterdurchschnittlichen Harold T. Wilkins, noch mal in unser Erinnerung.
Während sämtliche Medienindustrien von der einen Krise in die andere jagen und dabei auf die angeblich, gesunkene Qualität der Produktionen hinweisen, scheint sich der Spieß in den ganz HipSportbereichen schon lange umgedreht zu haben. Abendfüllende Snowboardvideos in HD, MTV Realityshows rund um Pro Skater, Videospiele… da machen verdammt viele Leute viel Geld in dem sie Kids teuren Scheiß verkaufen. Aber, recht soll es mir sein, solange dabei Videos wie dieses von SALAZAR Films rauskommen. Immerhin ist’s ja kein Crack.

Über den Versuch eine Tageszeitung nach User Experience Standards zu redesignen erzählt Oliver Reichenstein auf dem Blog der Information Architects.
In January 2009 we were invited to take part in a paid pitch for the print redesign for the Swiss newspaper Tages-Anzeiger. All in all five agencies took part in the pitch. We were the only UX oriented agency. The story of a beautiful failure.
We put all eggs in one basket and worked for one month like mad men. We developed a pretty tight concept around the idea of usability, readability and cross media connection.
Empfehlenswerte Geschichte einer Agentur die in letzter Zeit immer wieder durch tolle Ideen auffällt und schön vormacht wie man sich als Agentur im Netz präsentieren kann.

Rund um die Designszene Mainz entsteht gerade das Ficko Magazin. Das Konzept ist denkbar simpel, aber schön: Gute Sachen werden gefördert, Schlechte bekämpft.
“Was im Einzelfall gut ist und befürwortet bzw. schlecht ist und bekämpft wird, entscheidet die Redaktion, wir tun also nicht so pseudoobjektiv wie die meisten “seriösen” Medien und vor allem sagen wir, dass wir überhaupt eine Agenda abseits der Verlagsrendite haben. Aber wir sind sehr offen, was Vorschläge und überhaupt insgesamt alles angeht, es muss nur überzeugend sein und darf keine herrenmenschliche Arschlochenergie bergen.
Dieser kämpferische Grundgedanke ist jedoch nur die Basis der redaktionellen Linie und muss AUSDRÜCKLICH NICHT ständig plakativ zu erkennen sein. Die redaktionelle Linie ist die Ausrichtung an der Gutmenschlichkeit, deren theoretische Ausarbeitung im Laufe der Veröffentlichungen auch noch ausgebaut werden soll. Kurz gesagt meinen wir mit dem Terminus “Gutmensch”, der ja ursprünglich aus der rechten und rechtsextremen Ecke kommt und Leute abfällig bezeichnet, die sich für “das Gute” einsetzen und dabei beispielsweise sagen, dass nicht alle Katholiken Terroristen, nicht alle Westdeutschen Nazis und nicht alle Frauen frustriert sind etc., Menschen, die eben dieses “Gute” ebenfalls als Ziel haben. Menschen mit Vorstellungen von einer besseren Welt, die diese auch nach Möglichkeit verwirklichen, die meinungsfreudig sind, tolerant ohne beliebig zu werden, ernsthaft ohne verbissen zu sein, humorvoll, aber nicht auf Kosten Unschuldiger. Also Menschen, die, wenn es denn mehr davon gäbe, die Menschheit retten könnten. Das wiederum hört sich furchtbar elitär an, die Wut auf den Zustand der Welt und das Mitleid mit den Verdummten dieser Erde ziehen nicht an einem Strang, sondern widersprechen sich hier noch. Aber das macht nichts, die Theorie ist noch nicht ganz fertig. Unter dem Stichwort “Gutmenschlichkeit” wird sie unabhängig vom Tagesinhalt ständig weiterentwickelt, Mitdiskutieren ist ausdrücklich erwünscht.”
Mir persönlich klingt das zwar einen Tick zu hippiesk, generell halte ich die Idee aber für unterstützenswert. Wer bei Ficko mitmachen will ist von der Redaktion herzlich eingeladen.
Ach, und eine Sache: Liebe Ficko Redaktion, ich weiß ihr meint das nicht so, aber diese Stelle über alle Frauen frustriert schießt als Beispiel übers Ziel hinaus. Da könntet ihr euch leicht Hürden in den Weg stellen wo ihr gar keine wollt.
