Well, das Sommerloch des Winters ist da und da ansonsten nichts in Reichweite ist kocht die allseits beliebte Diskussion um Web vs. Print noch einmal zähflüssig an die Oberfläche. Um schlecht konzipierte Apps für Paid Content geht es da, die allgemeine Dreistigkeit des herkömmlichen Internetpöbel – die von Google sowieso.
Es wird viel gestritten, wer wieder was nicht versteht, Springer-Chef Döpfner allen voran ja mal überhaupt nichts und statt sich sich auf neue, sinnvolle Konzepte zu konzentrieren bleibt eine schlecht Anpassung von alten, völlig unpassenden, Strukturen an die veränderten Umgebungen.
Wie schöne Innovation jedoch sein kann und wie eine gut durchdachtes, rundes Konzept für die veränderten Umstände aussehen kann zeigen Bonnier R&D. Zusammen mit dem Designern von BERG zeigen sie wie die Zukunft des Magazins auf digitalen Lesegeräten aussehen könnte:
“The concept aims to capture the essence of magazine reading, which people have been enjoying for decades: an engaging and unique reading experience in which high-quality writing and stunning imagery build up immersive stories.
The concept uses the power of digital media to create a rich and meaningful experience, while maintaining the relaxed and curated features of printed magazines. It has been designed for a world in which interactivity, abundant information and unlimited options could be perceived as intrusive and overwhelming.”
Ich flipp aus. Die Mobile Performance Group baut aus einem herkömmlichen Einkaufswagen einen Controller für Sound- und Videoeffekte.
“A metal shopping cart converted into a mobile interactive audio/visual instrument. Touch and pressure are used to control the live manipulation of sound and image. The cart is equipped with a video projector, computer and battery making it portable and self contained. Using a microprocessor (arduino) and custom software (max/msp/jitter) to sense the users touch and translate the pressure of the users touch, a real-time response is created both visually and sonically.”

Wie vor einem halben Jahr, ruft Kai von Stylespion erneut zur Ein ♥ Für Blogs auf:
Am kommenden Freitag, den 16.10.09, veröffentlichen alle, die darauf Lust haben, einen Beitrag mit dem Titel “Ein ♥ für Blogs” in dem sie ihre lesenswerten deutschsprachigen Blogs vorstellen – das darf sollte dann auch mal über den eigenen Blogtellerrand hinausgehen.
Im Idealfalle entdecken wir alle neue Perlen und sorgen dafür, dass man sich untereinander ein wenig vernetzt (ja, so wie früher!).
Obwohl ich letztes Mal bereits darauf hingewiesen hatte, hab ich es letztendlich doch leider versäumt an der Aktion teilzunehmen. Ein halbes Jahr später sehen die Anzeichen dafür wohl etwas besser aus…
Neue Episode des Elektrischen Reporters zum Thema Journalismus und Internet:
Aus der Welt der Massenmedien ist eine der Medienmassen geworden. Das Internet hat die ökonomische Basis von Medien und Journalismus auf den Kopf gestellt: Nicht mehr Berichterstattung ist ein rares Gut, sondern die Aufmerksamkeit des Publikums. Das hat schwerwiegende wirtschaftliche Folgen: wegbrechende Auflagen und Anzeigenerlöse können Verlage nur zu einem geringen Teil durch Online-Werbung kompensieren.
Wie also soll Journalismus künftig finanziert werden? Die Verleger fühlen sich von Google enteignet und verlangen staatliches Eingreifen, einige denken laut über Bezahlinhalte nach, und in den USA übernehmen bereits gemeinnützige Stiftungen die Finanzierung investigativer Reportagen. Derweil verdienen journalistische Einzelkämpfer, wie beispielsweise Technologie-Blogger, gutes Geld. Was machen sie anders? Und: Wäre es denkbar, dass künftig Leser selbst Journalisten für ihre Reportagen bezahlen?

Über den Versuch eine Tageszeitung nach User Experience Standards zu redesignen erzählt Oliver Reichenstein auf dem Blog der Information Architects.
In January 2009 we were invited to take part in a paid pitch for the print redesign for the Swiss newspaper Tages-Anzeiger. All in all five agencies took part in the pitch. We were the only UX oriented agency. The story of a beautiful failure.
We put all eggs in one basket and worked for one month like mad men. We developed a pretty tight concept around the idea of usability, readability and cross media connection.
Empfehlenswerte Geschichte einer Agentur die in letzter Zeit immer wieder durch tolle Ideen auffällt und schön vormacht wie man sich als Agentur im Netz präsentieren kann.

Pünktlich zur Machtübernahme von SchwarzGelb und ihrem Konzept der Internetbürokratie zur Sicherung der Gesellschaft verwandelt sich das Mainzer Pengland zu einem analogen Bookmarkservice.
“Die Besucher werden zum Aussteller indem sie ihr persönliches “Best of the Internet” als Projektion oder Ausdruck an die Wand bringen. Egal ob Kitty Content oder MIT-Vorlesungen.
Bei dem Event geht es vorallem um den Austausch und die gegenseitige Inspiration. Ziel ist es für drei Tage das Pengland in eine lebendige Linksammlung zu verwandeln.”
Los geht’s ab heute Nachmittag. Unteranderem mit PowerPoint Karaoke heute Abend ab 21.00 Uhr und YouTube Abend am Samstag. Der Rest wird wohl mehr oder weniger spontan über die Bühne gehen. Wer bereit ist Workshops, Sessions oder Vorträge zu halten ist natürlich herzlich eingeladen dies zu tun.
Der Eintritt ist natürlich umsonst.
Großartiger Zusammenschnitt verschiedener Fassaden Projektionen. Erinnert an das Projek von Urbanscreen bzw. Sniff und La Vitrine auch wenn das Zeug hier nicht interaktiv ist.
Via I♥Pluto & Spreeblick
