Festival Dokus sind diese Saison ja irgendwie dass, was vor einer halben Ewigkeit mal Neonschwenkdinger und Megaphone für Kleinstadtecknoparties waren. Ein Verschleierung der Realität die erstaunlicherweise die Macht hat Dinge am Ende doch tausendfach cooler zu machen als sie eigentlich sein sollten.
Nun also das Immergut. Ich bin ja selbst zu sehr AntiFestivalMensch um den wirklichen Charme von so einem Wochenende vernünftig beurteilen zu können, aber dass was ich vom Immergut halte bestägt der zweite Trailer zur Doku während 0:48-0:56 auf angenehme Art und Weise. Yes, keine Rennräder, geschweige denn SingleSpeeds oder Fixies, sondern alte, verklapperte Drecksdinger knallt uns Hagen Decker da hin. Das Symbol kleinstädtischer Teenage Angst pubertierender Indiekids.
So zumindest stelle ich mich dass vor. Dieses Leben da in Mittel- und Norddeutschland, diese Jugend in solchen Orten wie Salzgitter bevor alle nach Berlin oder Hamburg ziehen. Und so cool das ganze ja auch rüberkommen kann, so gerne man wünscht damals auch so eine tolle Indiedorfjugend gehabt zu haben, mit der einen Kneipe und Bier im Sommer am See, naja, so cool ist es dann am Ende ja doch alles nicht.
Jaja…diese Künstlertypen. Da Marktwert ja auch, vor allem in der Kunstwelt, immer noch was mit Subversivität zu tun hat schnappen sich ein Horde verrückter New Yorker, angeführt von Keith Haskel, Pinsel und weiße Farbe und überstreichen illegal angebrachte (!) Werbung. Baaaang. Den haben die es gezeigt. Der Kapitalismus kotzt bis das Establishment daran erstickt.
Neh, immer ernst. Normalerweise finde ich so was ja eigentlich toll. Reclaime the Streets und so. Bin wohl einfach zu müde…

Wie vor einem halben Jahr, ruft Kai von Stylespion erneut zur Ein ♥ Für Blogs auf:
Am kommenden Freitag, den 16.10.09, veröffentlichen alle, die darauf Lust haben, einen Beitrag mit dem Titel “Ein ♥ für Blogs” in dem sie ihre lesenswerten deutschsprachigen Blogs vorstellen – das darf sollte dann auch mal über den eigenen Blogtellerrand hinausgehen.
Im Idealfalle entdecken wir alle neue Perlen und sorgen dafür, dass man sich untereinander ein wenig vernetzt (ja, so wie früher!).
Obwohl ich letztes Mal bereits darauf hingewiesen hatte, hab ich es letztendlich doch leider versäumt an der Aktion teilzunehmen. Ein halbes Jahr später sehen die Anzeichen dafür wohl etwas besser aus…
Neue Episode des Elektrischen Reporters zum Thema Journalismus und Internet:
Aus der Welt der Massenmedien ist eine der Medienmassen geworden. Das Internet hat die ökonomische Basis von Medien und Journalismus auf den Kopf gestellt: Nicht mehr Berichterstattung ist ein rares Gut, sondern die Aufmerksamkeit des Publikums. Das hat schwerwiegende wirtschaftliche Folgen: wegbrechende Auflagen und Anzeigenerlöse können Verlage nur zu einem geringen Teil durch Online-Werbung kompensieren.
Wie also soll Journalismus künftig finanziert werden? Die Verleger fühlen sich von Google enteignet und verlangen staatliches Eingreifen, einige denken laut über Bezahlinhalte nach, und in den USA übernehmen bereits gemeinnützige Stiftungen die Finanzierung investigativer Reportagen. Derweil verdienen journalistische Einzelkämpfer, wie beispielsweise Technologie-Blogger, gutes Geld. Was machen sie anders? Und: Wäre es denkbar, dass künftig Leser selbst Journalisten für ihre Reportagen bezahlen?
35 Minuten Behind the Scenes vom The Shining Set. Mit einem Nicholson in Höchstform der sich gerade darauf vorbereitet mit der verfickten Axt gleich die verfluchte Badezimmertür einzuschlagen. Großes Kino.
Nerdboyfriend.com sammelt Bilder und Bekleidung diverser Showbiz Größen. Immer einen Besuch wert.
Erste Episode des Elektrischen Reporters nach der Sommerpause. Diesmal gehts um die deutsche Wahlkampfmaschinerie in Politik und Medien:
“Der Elektrische Reporter steigt hinab in die digitalen Maschinenräume der Kampagnen. Er trifft alt eingesessene Demoskopen, junge Berater, die vom Obama-Wahlkampf gelernt haben, und “Social Media Writer”, die dabei sind, in sozialen Netzwerken wie Facebook eine neue Art der PR zu formen. Die über allem schwebende Frage lautet: Warum ist der Wahlkampf eigentlich wie er ist?”

