Ficko Magazin

Rund um die Designszene Mainz entsteht gerade das Ficko Magazin. Das Konzept ist denkbar simpel, aber schön: Gute Sachen werden gefördert, Schlechte bekämpft.
“Was im Einzelfall gut ist und befürwortet bzw. schlecht ist und bekämpft wird, entscheidet die Redaktion, wir tun also nicht so pseudoobjektiv wie die meisten “seriösen” Medien und vor allem sagen wir, dass wir überhaupt eine Agenda abseits der Verlagsrendite haben. Aber wir sind sehr offen, was Vorschläge und überhaupt insgesamt alles angeht, es muss nur überzeugend sein und darf keine herrenmenschliche Arschlochenergie bergen.
Dieser kämpferische Grundgedanke ist jedoch nur die Basis der redaktionellen Linie und muss AUSDRÜCKLICH NICHT ständig plakativ zu erkennen sein. Die redaktionelle Linie ist die Ausrichtung an der Gutmenschlichkeit, deren theoretische Ausarbeitung im Laufe der Veröffentlichungen auch noch ausgebaut werden soll. Kurz gesagt meinen wir mit dem Terminus “Gutmensch”, der ja ursprünglich aus der rechten und rechtsextremen Ecke kommt und Leute abfällig bezeichnet, die sich für “das Gute” einsetzen und dabei beispielsweise sagen, dass nicht alle Katholiken Terroristen, nicht alle Westdeutschen Nazis und nicht alle Frauen frustriert sind etc., Menschen, die eben dieses “Gute” ebenfalls als Ziel haben. Menschen mit Vorstellungen von einer besseren Welt, die diese auch nach Möglichkeit verwirklichen, die meinungsfreudig sind, tolerant ohne beliebig zu werden, ernsthaft ohne verbissen zu sein, humorvoll, aber nicht auf Kosten Unschuldiger. Also Menschen, die, wenn es denn mehr davon gäbe, die Menschheit retten könnten. Das wiederum hört sich furchtbar elitär an, die Wut auf den Zustand der Welt und das Mitleid mit den Verdummten dieser Erde ziehen nicht an einem Strang, sondern widersprechen sich hier noch. Aber das macht nichts, die Theorie ist noch nicht ganz fertig. Unter dem Stichwort “Gutmenschlichkeit” wird sie unabhängig vom Tagesinhalt ständig weiterentwickelt, Mitdiskutieren ist ausdrücklich erwünscht.”
Mir persönlich klingt das zwar einen Tick zu hippiesk, generell halte ich die Idee aber für unterstützenswert. Wer bei Ficko mitmachen will ist von der Redaktion herzlich eingeladen.
Ach, und eine Sache: Liebe Ficko Redaktion, ich weiß ihr meint das nicht so, aber diese Stelle über alle Frauen frustriert schießt als Beispiel übers Ziel hinaus. Da könntet ihr euch leicht Hürden in den Weg stellen wo ihr gar keine wollt.

Hallo!
Ich hätte jetzt eher gedacht, dass zuerst die Katholiken aufbegehren. Dabei schreibe ich ja ausdrücklich, dass es eben darum geht, gerade nicht so pauschal zu urteilen. Das hast du dann wohl missverstanden.
Könnte auch daran liegen, dass du das Konzept “hippiesk” verstehst, was ja genau wieder impliziert, es sei irgendwie dumm/uncool etc., sich für das Gute einzusetzen.
Aber nix für ungut und vielen Dank fürs Verlinken!
form
Klar, hab die Idee schon verstanden. Wollte nur darauf hinweisen das die Formulierung “nicht alle Frauen frustriert” für die Idee kontraproduktiv sein könnte. Auch wenn da klipp und klar steht dass hier das Gegenteil gemeint ist suggeriert das schon einen seltsamen O-Ton, der unnötig ist. Meine Meinung halt.