Dass man mit dem ganzen Medienapparat noch recht ungeschickt umgeht sei verziehen. Dass man in Debatte mit erfahren Politikern noch keine rhetorischen Glanzstücke abliefern kann ist ja auch verständlich. Aber wenn man sich von Seiten der Piratenpartei zu solchen Aussagen hinreißen lässt kann dass nicht mehr einfach durch Unerfahrenheit entschuldigt werden.
Worum gehts?
In einem Interview mit Radio-G ließ Jens Seipenbusch, stellvertretender Vorsitzender der Piratenpartei Deutschland, folgende Aussage von sich:
“Wir wollen allen Leuten, denen unsere Themen wirklich sehr, sehr wichtig sind, die Möglichkeit bieten sich zusammen zu tun, egal ob sie aus dem eher linken oder eher rechten Lager kommen.” (bei 11:05)
Was soll denn das jetzt? Natürlich ist die Partei momentan ein Themenpartei die sich in dieser frühen Phase auf kein weitreichendes Programm einigen kann und dies auch nicht muss. Natürlich ist damit sicherlich auch nicht die Öffnung zu den Republikanern oder ähnliches gemeint, aber dennoch wünsche ich mir hier mehr Vorsicht mit dem was man sagt. Wachstum des Wachstums willen hilft hierbei niemanden. Egal wie groß die Partei ist, wenn kein interner Konsens herrscht (vor allem in dieser wichtigen Entstehungsphase) dann bringt denen die momentane Themenlage auch nichts.
Diese Einstellung, sich mal offen zu halten für Alles und Jeden, kann sich nicht positiv auswirken. Auch wenn es die Abkehr von den bestehenden Parteien hin zur Piratenpartei suggerieren könnte, den Mitgliedern ist die Richtung ihrer Partei sicherlich nicht egal. Es wäre deswegen von Seiten Seipenbuschs zu klären ob es sich bei dieser Aussage wirklich nur um einen unbedachten Fauxpas handelt oder doch um eine bewusste Aussage die die Linie der Piratenpartei widerspiegeln soll?
Via Spreeblick